PLUS Podiumsdiskussion: Verteilungsgerechtigkeit

PLUS-Podiumsdiskussion // Verteilungsgerechtigkeit // 27.04.2017 //
19.15 Uhr // Omansaal (Z.1.29)

Die metaphorische Schere zwischen Arm und Reich öffnet sich immer weiter und mit erschreckender Geschwindigkeit. In Österreich werden Sozialleistungen wie die bedarfsorientierte Mindestsicherung immer weiter gekürzt. Die in Deutschland heftig umstrittene Hartz IV-Regelung soll, wenn es nach neoliberalen und konservativen Parteien geht, auch in Österreich eingeführt werden. Das Sozialsystem wird mit dem Verweis auf Unleistbarkeit immer weiter eingeschränkt, während Umverteilungsideen wie Vermögenssteuer oder Erbschaftssteuer kaum zur Diskussion gestellt werden. Dass die Verteilungsungerechtgkeit weltweit und auch in Österreich immer weiter zunimmt bestätigt dabei auch die Wissenschaft. So sind es in der vieldiskutierten letzten Auflage der OXFAM-Studie nur noch acht Männer, deren Vermögen dem der ärmeren Hälfte der Weltbevölkerung entspricht. Auch in Österreich besitzen 5% der Bevölkerung fast die Hälfte des Gesamtvermögens.

Der Wunsch nach Verteilungsgerechtigkeit geht mit dem Wunsch nach Chancengleichheit und sozialem Gleichgewicht einher. In der PLUS-Podiumsdiskussion mit VertreterInnen aus Wirtschaft, Wissenschaft und von Sozialorganisationen wird daher unter anderem diskutiert, wie sich die soziale Ungleichheit auswirkt, was sinnvolle Schritte für mehr Verteilungsgerechtigkeit sind und ob Verteilungsgerechtigkeit und soziale Gerechtigkeit voneinander abgegrenzt werden können.

Ein besonderes Augenmerk soll hierbei auf der Rolle der Studierenden in der Gesellschaft liegen. So sind Studierende einerseits Betroffene von zunehmend wirtschaftlichem Druck und müssen immer öfter neben dem Studium arbeiten um sich finanzieren zu können.
Andererseits nehmen sie aber auch eine aktive Rolle im gesellschaftlichen Prozess ein und es soll daher auch diskutiert werden wie sie diese Verhältnisse mitgestalten können.

Redner_innen:
Mag.a Monika Skazedonig: Koordinatorin und Sprecherin des Kärntner Netzwerks gegen Armut und soziale Ausgrenzung
Ao.Univ.-Prof. Mag. Dr. Nobert Wohlgemuth: stellvertretender Institutsvorstand des Instituts für Volkswirtschaftslehre an der AAU

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